Kalkablagerungen im Bereich des Schultergelenks gehören zu den häufigen Ursachen für rezidivierende Schmerzen bei Abspreiz- und Überkopfbewegungen des Armes. Zusätzlich können heftige Schmerzattacken, welche über einige Tage andauern und kaum auf Schmerzmittel ansprechen, auftreten. Der Nachweis gelingt relativ einfach mit konventionellen Röntgenbildern. 

Viel Kalkherde lösen sich spontan auf, falls chronische Schmerzen auftreten und andere Methoden nicht erfolgreich sind, kann eine arthroskopische Kalkentfernung durchgeführt werden. Im Rahmen einer Gelenkspiegelung (Arthroskopie) wird der Kalkherd aufgesucht und entfernt. Falls notwendig, wird das Loch an der Stelle des Kalkes in der Sehne sofort wieder vernäht. 

Die Prognose einer arthroskopischen Kalkentfernung ist im allgemeinen gut, allerdings kann bei größeren Befunden eine längere Zeit (bis zu 3 Monaten) bis zur kompletten Heilung vergehen.

Das Röntgenbild zeigt eine Verkalkung im Schultergelenk (Pfeil). Das Kalkdepot befindet sich innerhalb einer Sehne.

Bei der arthroskopischen Operation wird das Kalkdepot mit einer Nadel lokalisiert.

Anschließend wird die Sehne durch eine winzige Inzision vorsichtig eröffnet und der Kalk entfernt.