Relativ häufig tritt bei Patienten jenseits des 40. Lebensjahres eine Einengung des Gleitraumes der Sehnen der Rotatorenmanschette auf. 

Typisch sind Schmerzen bei Abspreizbewegungen, besonders vor dem Körper. Die Patienten haben in der Regel keine Unfälle erlitten und die Schmerzen treten besonders bei Überkopfbewegungen auf. Zunächst sollte dieses Problem immer mit Krankengymnastik, Belastungsreduktion und eventuell Injektionen behandelt werden. 

Bei Versagen dieser Therapien kommt die arthroskopische Operation in Frage. 

Eine Operation wird bei diesem Problem heute praktisch immer in arthroskopischer Technik durchgeführt. Mit geeigneten Spezialinstrumenten wird der Gleitraum der Rotatorensehnen auf das notwendige Maß erweitert. Dabei wird vom Schulterdach etwas Knochen abgefräst. 

Die Erfolgsaussichten sind meist sehr gut, hängen aber davon ab, inwiefern die Einengung das Hauptproblem der Schmerzen war. Auch andere, operativ wenig zu beeinflussende Faktoren, wie eine Alterung der Sehnen oder der die Sehnen versorgenden Muskeln, können eine Rolle spielen. 

Die Verweildauer im Marienkrankenhaus Kaiserswerth beträgt 0 bis 2 Tage, eine Ruhigstellung mit Bandage oder Verband ist nicht notwendig.

Deutliche Einengung des Gleitraumes der Rotatorensehnen. Es zeigen sich bereits erhebliche Auffaserungen der Sehne und des Gleitlagers.