Patienten mit Abrissen der Sehnen der sog. Rotatorenmanschette klagen oft über langandauernde Schmerzen, die besonders bei Abspreizbewegungen im Schultergelenk ausgelöst werden. In ausgeprägten Fällen tritt ein wesentlicher Kraftverlust im Arm auf. 

Die Frage, in welchen Fällen eine Operation angezeigt ist, sollte durch eine fachärztliche Untersuchung geklärt werden. 

Das Ziel der Operation ist es, die Sehnen wieder am Knochen zu befestigen. In fast allen Fällen ist das möglich, allerdings bringt oft auch die teilweise Befestigung der Sehne am Knochen eine Besserung der Beschwerden. Die Befestigung der Sehnen erfolgt mit Nahtankern, welche dazu dienen, eine Verbindung zwischen der Sehne und dem angefrischten Knochen zu ermöglichen. Im Marienkrankenhaus Kaiserswerth werden praktisch alle Sehnennähte komplett arthroskopisch durchgeführt. Offene Operationen sind nur für Muskelverpflanzungen bei sehr großen und veralteten Rissen notwendig. 

Das Einwachsen der Sehne dauert nach der Operation mindestens 3-4 Monate. In dieser Zeit darf kein Krafttraining mit dem operierten Schultergelenk durchgeführt werden. 

Die Verweildauer in der Klinik beträgt etwa 1 bis 2 Tage beim arthroskopischen Vorgehen, bei offenen Operationen meist einige Tage länger. 

Die genaue Nachbehandlung richtet sich nach Größe und Lokalisation des Sehnenrisses, meist sollte für 6 Wochen nach der Operation eine Bandage mit einem kleinen Kissen getragen werden. Die Bandage kann zur Körperpflege abgenommen werden.

Arthroskopisches Bild einer abgerissenen Sehne der Rotatorenmanschette